Kriminalität im Los Angeles-Lexikon
In Kalifornien und damit auch in Los Angeles ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Besonders
die Bandenkriminalität macht Los Angeles zu einem gefährlichen Pflaster, denn die Stadt
zählt zu den Städten, mit der höchsten Anzahl an Straßenbanden. Mehr als 400 Gangs mit
rund 40000 aktiven Mitgliedern zählt die Stadt in den USA. Dieser großen Anzahl stehen
gerade einmal 350 Sonderbeamte der Polizei gegenüber, die sich auf die Bandenkriminalität
spezialisiert haben. Als Tourist sollte man sich besonders in der Nacht von einigen Stadtteilen
fernhalten, denn wegen der Bandenkriege ist es hier viel zu gefährlich. Vor allem auf die
Stadtteile South Los Angeles, Venice und Watts trifft dies zu. Aber auch in den Vororten
Compton, Inglewood und Lynwood ist es in der Nacht besonders gefährlich. Dabei gehört der
Vorort Compton zu den gefährlichen Orten in den Vereinigten Staaten. Nach Angaben eines
Forschungsinstitutes liegt die Mordrate in dieser Gegend um eine achtfaches über dem
Landesdurchschnitt. Neben Mord gehört zu den häufigsten Straftaten Vergewaltigungen,
Raubüberfalle, schwere Körperverletzungen und Einbruchdiebstähle in Privatwohnungen.
Aber auch die Anzahl der Diebstähle aus Kraftfahrzeugen und andere Diebstähle sowie
Autodiebstähle sind recht hoch. Im Stadtteil East Los Angeles gibt es eine Ausgangssperre,
die um 22 Uhr beginnt. So versucht man, die brutalen Gangs in den Griff zu bekommen. Die
Polizei ist hier zu jeder Zeit präsent und macht auch die herumlungernden Jugendlichen
darauf aufmerksam, dass Sperrstunde ist bzw. fragt nach, ob es etwas besonders gibt.
Allerdings geben die wenigsten hier Auskunft, weil fast jeder Mitglied einer Gang ist. In
diesem Stadtteil gibt es eine fünfköpfige Spezialeinheit, die sich dem Kampf gegen den
Bandenterror verschrieben haben. Die Arbeit der Cops trägt die ersten Früchte, denn im Jahre
2007 ist im Vergleich zum Vorjahr die Kriminalitätsrate um sieben Prozent gesunken.



