Museum der Toleranz im Los Angeles-Lexikon
Das Museum der Toleranz befindet sich im Simon Wiesenthal Zentrum in Los Angeles und
ist ein unheimlich interessantes Museum, für jung und alt. Das experimentelle High-Tech-
Museum wurde von Frank Gehry erbaut und im Jahre 1993 eröffnet. Hier werden zwei
Themen besonders behandelt: die Dynamik des Rassismus und des Vorurteils in Amerika
sowie die Geschichte des Holocausts. Im Toleranzzentrum werden die Besucher mit den
Grundsätzen der Intoleranz des täglichen Lebens vertraut gemacht, während man in der
Holocaust-Abteilung ein Zeuge der Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg wird. Für jeden
Besucher steht ein Foto eines Kindes zur Verfügung, dessen Leben durch den Holocaust
entscheidend verändert wurde. Das Foto und der dazugehörige Pass geben dem Besucher
während der ganzen Ausstellung viele Informationen, sodass am Ende das gesamte Schicksal
des Kindes erläutert wurde. Eine weitere Abteilung ist das Multimedia Lernzentrum, in dem
man an Computern recherchieren kann und viele weitere Informationen erhält. Des Weiteren
sehr interessant sind die Ausstellungsstücke und Dokumente aus der Zeit des Holocaust. Hier
findet man sehr viele original Briefe von Anne Frank und viel Kunst aus dem KZ
Theresienstadt. Auch Ausstellungsstücke aus Auschwitz sowie eine Flagge, die Insassen des
KZ Mauthausen gefertigt haben, kann man hier bestaunen. Das Simon Wiesenthal Center
wurde im Jahre 1977 gegründet und ist eine Menschenrechtsorganisation, mit dem
Scherpunktthema Holocaust. Ziel der Organisation ist es, die Toleranz und das Verständnis
gegenüber allen Mitmenschen zu bewahren. Als Nichtregierungsorganisation ist das Simon
Wiesenthal Center in den Vereinten Nationen und bei der UNESCO zugelassen. Weitere
Standorte neben Los Angeles sind New York, Miami, Jerusalem, Paris und Buenos Aires.



