Union Station im Los Angeles-Lexikon
Die Union Station in Los Angeles ist einer der letzten großen Bahnhöfe, der in den USA
gebaut wurde, und wurde im Mai des Jahres 1939 eröffnet. Das besondere an der Los Angeles
Unions Station ist der große und aufwendig verzierte Wartesaal. Früher hieß der Bahnhof Los
Angeles Union Passenger Terminal, jedoch nannte der jetzige Eigentümer, die Catellus
Development, den Bahnhof um. Entworfen wurde der Bahnhof von John Parkinson und
Donald B. Parkinson. Sie entwarfen auch das Rathaus von Los Angeles und hinterließen mit
ihrem Stil deutliche Spuren bei sehr vielen bedeutenden Gebäuden aus dem Ende des 19.
Jahrhunderts. Der Baustil der Los Angeles Union Station ist einfach nur beeindruckend, denn
hier ist ein spanischer Kolonialstil und das späte Art Deco mit maurischen Details wie Sternen
mit acht Spitzen miteinander kombiniert. Zudem befinden sich auf beiden Seiten des
Warteraums Innenhofgärten. Ein Teil der Innenwände ist mit edlem Travertin-Marmor
verkleidet und der obere Teil besteht aus einer frühen Form der akustischen Fliese. Im
Wartesaal befinden sich auf dem Fußboden Terrakottafliesen und in der Mitte liegt ein
Bereich, der aus Marmor besteht. Andere Bereiche des Bahnhofs haben farbige Fiesen als
Bodenbelag, in denen sich sehr viele aztekische Einflüsse wiederfinden. Diesen Bahnhof
muss man einfach gesehen haben, wenn man sich in L.A. aufhält. Benutzt wird der Bahnhof
allerdings kaum noch, denn seit der Errichtung der U-Bahnhöfe in der näheren Umgebung
sind viele frühere Benutzer lieber auf diese umgestiegen. Durchschnittlich 80 Abfahrten auf
zehn Gleisen verzeichnet man hier pro Tag. Nach einer eingehenden Besichtigung des
Bahnhofs muss man unbedingt die Bahnhofsgaststätte besuchen, die sich südlich des
Hauptgebäudes befindet. Sie wurde von der Architektin Mary Colter entworfen und war das
letzte Harvey-House-Restaurant, dass man an Bahnhöfen errichtet hat.



